Abmessen von Räumen – richtig gemacht!

Wir alle haben eine neue Erfahrung hinter uns. Für viele ist der Spuk genannt Corona schon vorbei aber leider nicht für alle. 

In dieser Zeit waren wir in eigenen „4 Wänden“ sozusagen eingesperrt und da haben wir gemerkt wie wichtig das Wohlfühlen für uns ist. Auch unsere Bedürfnisse haben sich geändert, ein neues Home-Office ist dazu gekommen mit Platz für einen Drucker, wo wir endlose Zettel für unsere Kinder ausdrucken können. In Lese- und Spielecken haben wir es uns und unseren Kindern gemütlich gemacht. Balkonien in ein Paradis verwandelt, neu Fliesen in Bad selber verlegt … Ja, wir waren alle fleißig!

Aber ist das alles schon vorbei? Nein, die neue Energie treibt mich im Haus herum! Jedes Jahr ist bei mir ein neues Projekt am Plan und dieses Jahr ist es besonderes schön. Wir brauchen ein Kinderzimmer für meinen einjährigen Sohn!

Wenn ich renovieren oder umziehen will (und das haben wir schon sehr oft getan), zeichne ich zuerst die Pläne. Dafür muss ich die Maße der Räume genau kennen. Doch beim Abmessen der Räume gilt es einiges zu beachten.

Am besten startet man mit einer Raumskizze auf kariertem Papier, wo man so genau wie möglich und proportionsgerecht zeichnet. Dann müssen wir das richtige Messwerkzeug aussuchen: Zollstock, Maßband oder ein Laser für die Technikbegeisterten. Wenn sie es nicht so genau brauchen hilft auch ein App auf dem Smartphone.

Für das Abmessen von Möbeln, Türen & Türstöcken sowie Fensteröffnungen können sie einen Zollstock benutzen. Bei längeren Strecken markieren sie das Ende mit einer Visitenkarte am Boden und schieben dann den Zollstock weiter

Ein Lasermessgerät ist perfekt für große Räume. Es kann aber nur zwischen fixen Punkten exakt messen (Wand zu Wand, Boden zu Decke, Fenster zu Tür, …). Beim Abmessen von Möbeln (Außenmaße) ist es sehr schwierig genaue Resultate zu kriegen. Ich helfe mir immer mit einem Buch das ich am entgegengesetzten Ende des Lasers an das Möbelstück anlehne.

Einfacher geht es mit dem Maßband, das ja in jedem Baumarkt in vielen Längen (von 2m bis 30m) erhältlich ist. Beim Ausmessen mit dem Maßband ist es gut eine zweite Person zu haben, besonders bei größeren Entfernungen wo man das Band alleine kaum gerade und gestreckt halten kann.

Sie brauchen exakte Ergebnisse und das geht nur mit dem richtigen Werkzeug! Achten sie darauf die Geräte gerade zu halten, 90° Winkel und Maßband immer ganz strecken und zur Sicherheit wegen Unebenheiten/Bauungenauigkeiten an 2 Stellen messen!

Im nächsten Schritt übertrage ich die Maße vom Papier in eine Software, so habe ich die Grundrisse für spätere oder neue Aufgaben immer griffbereit und kann sie jederzeit ausdrucken. Im Internet gibt es dafür schon zahlreiche Programme wie SketchUp, TurboCad, FreeCad. Auch ihre Möbelstücke können sie selber basteln (z.B.: www.deinschrank.de) oder die ganze Küche planen (Ikea).

Für alle die sich diesen Aufwand nicht antun wollen, auf staubigen Baustellen herum zu klettern und am Boden zwischen dem Werkzeug zu kriechen und dann noch neue Software installieren und lernen, stehe ich jederzeit zur Verfügung. Ich liebe es mir neue Räume anzuschauen und ich liebe es noch mehr Ihnen das Potenzial dieser Räume in 3D Bildern zu präsentieren. Nach Wunsch erstelle ich ihnen auch ein Moodboard mit passenden Farben, Materialien und Einrichtung. Ich finde für sie auch den richtigen Handwerker!

Abmessen von Räumen – Pläne richtig zeichnen!

In einen kompletten Grundriss gehören nicht nur Raummaße, auch Fenster und Türöffnungen, Nischen, Heizkörper und andere Installationsrohre, Steckdosen, Schalter, Antennen- und Telefonanschlüsse müssen eingezeichnet werden. So stellen Sie sicher, dass das neue Möbelstück richtig passt und nicht die Anschlüsse verdeckt, zu denen sie nachher vielleicht nicht mehr kommen! Gemessen wird der Abstand zur nächsten Raumecke und die Höhe vom Boden aus, schreiben sie dazu um was es sich an jeder Position handelt!

Bei einer umfassenden Sanierung oder Neuplanung können sie noch einen Deckenspiegelplan zeichnen wo sie die Position der Anschlüsse für Deckenbeleuchtung, Stuckaturen, Niveauunterschiede (z.B.: abgehängte Decke wie Schallschutzplatten) einzeichnen.

Nehmen sie für jeden Raum ein eigenes A4 oder A3 Blatt, das bietet genug Platz, um auch Details einzuzeichnen ohne unübersichtlich zu werden. Für Anfänger eignet sich am besten Karopapier, so können sie auch leichter auf die Proportionen achten – schätzen sie die Länge der Wände ab (ist eine doppelt oder sogar dreifach so lang wie die andere) und zeichnen sie diese Schritt für Schritt oder besser gesagt Wand für Wand auf das Papier. Erst wenn sie mit der Skizze fertig sind fangen sie mit dem Ausmessen an. Tragen Sie die Maße für Wände, Fenster, Türen etc. außerhalb der Raumskizze und die Maße von Anschlüssen, Heizkörper, Türstockbreite innerhalb der Raumskizze ein. So ist es am Ende übersichtlicher. Vergessen Sie nicht die Höhen zu notieren (Wand-, Parapet- und Fensterhöhe, Türstockhöhe, …) damit Sie im Anschluss die benötigten Mengen an Farbe, Tapeten, Vorhängen oder Rollos berechnen können.

Besondere Anforderungen gibt es in Küche und Badezimmer durch ihre Anzahl an Anschlüssen! Passen Sie beim Abmessen genau auf notieren Sie sich wo genau welche Anschlüsse liegen – Wasser, Abwasser, Starkstrom, Steckdosen, Gas… solche Anschlüsse lassen sich nicht so leicht verlegen! Und wenn sie planen sich einen amerikanischen Kühlschrank mit Eismaschine anzuschaffen, vergessen Sie nicht, dass sie dafür einen Wasseranschluss brauchen – ohne Wasser gibt es keine Eiswürfel!

So, nun steht ihrem Vorhaben nichts mehr im Weg. Für mehr Informationen berate ich sie jederzeit gerne!